Archiv für den Monat: Oktober 2024

Verbände aus O&U äußern sich zur neuen GOÄ-Novelle

Die Verbände DGOU, BVOU, DGOOC und DGU haben sich in einem Schreiben an die Bundesärztekammer (BÄK) gewandt, um ihre Bedenken und Verbesserungsvorschläge zur neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mitzuteilen.

Die Arbeiten zur Schaffung einer modernen und rechtssicheren GOÄ werden von den Verbänden vollumfänglich unterstützt. Dennoch gibt es in der aktuellen Version der GOÄ erhebliche Kritikpunkte, die eine Zustimmung derzeit nicht ermöglichen.

Die neue GOÄ wurde mit dem Ziel entwickelt, die medizinischen Leistungen auf der Grundlage betriebswirtschaftlicher Kalkulationen fair zu vergüten. Am 11. September 2024 wurde eine Version der GOÄ vorgelegt, die von der BÄK sowie den privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen akzeptiert wurde. Trotz der erreichten Verbesserungen weist die neue GOÄ nach Einschätzung der Verbände deutliche Mindererlöse in Orthopädie und Unfallchirurgie auf, die behoben werden müssen.

Ein weiterer Kritikpunkt der Verbände betrifft die Vorgehensweise der BÄK während des Überarbeitungsprozesses. Nach über einem Jahr der Nicht-Einbindung der Verbände wurde eine geänderte GOÄ vorgelegt. Die den Verbänden danach eingeräumte Kommentierungsfrist wird als zu kurz bemängelt wird. Auch nach Verlängerung der Frist war bislang nicht genügend Zeit, alle für O&U relevanten Passagen abschließend zu bewerten.

Zusätzlich kritisieren die Verbände die mangelnde Transparenz bei den Änderungen im Honorar. Die Systematik der Kürzungen und der Algorithmus, nach dem diese vorgenommen wurden, sind für die Verbände nicht nachvollziehbar. Auch bei den als gesetzt geltenden Änderungen in der Legendierung wurden nicht kommunizierte Anpassungen vorgenommen.

In ihrem Schreiben betonen die Verbände, dass sie der aktuellen Version der GOÄ nicht zustimmen können. Sie fordern einen Dialog mit der BÄK und anderen Beteiligten, um die festgestellten Unstimmigkeiten zu klären und notwendige Nachjustierungen im Bereich der Erlöse vorzunehmen. Die Verbände hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der BÄK, um eine gerechte und transparente Weiterentwicklung der GOÄ zu gewährleisten.

ACP-Therapie im Sport – vom Hype zur Standardtherapie

Die Anwendung von autologen Thrombozytenkonzentraten (PRP) erfreut sich seit vielen Jahren gerade bei Sportmedizinern und vielen Athleten großer Beliebtheit. Der anfängliche Hype um die Anwendung, der oft mit unrealistischen Erwartungen einherging und die Therapie als Heilmittel für fast alle Probleme propagierte, hat sich mittlerweile gelegt und das Verfahren ist im breiten Praxisalltag angekommen. Das im deutsch-sprachigen Raum am häufigsten verwendete System ist dabei das autologe conditionierte Plasma, Arthrex ACP®. Für viele Indikationen hat sich PRP zu einer Standardtherapie entwickelt und wurde, wie zuletzt für die Arthrose sogar in die Sk2 Leitlinie „Gonarthrose“ aufgenommen. Die wissenschaftliche Datenlage und praktische Erfahrung ist mittlerweile beeindruckend.

Wurde PRP nach seiner ersten Verbreitung im deutsch-sprachigen Raum für die Behandlung einer Vielzahl von Verletzungen und Entzündungs- bzw. Abnutzungszustände als gleichwertige Therapieoption erprobt und auch beworben, wissen wir nun über 15 Jahre später etwas mehr über die zu erwartenden Effekte, Wirkungen, Nebenwirkungen und Komplikationen. Grund hierfür ist neben der weiten klinischen Verbreitung v.a. des ACP und den rein praktischen Erfahrungen von tausenden von Kolleginnen und Kollegen auch die Tatsache, dass PRP zum Fokus vieler Forschungsgruppen wurde. Wir können heute auf einen Literatur-Pool zugreifen wie zu kaum einer anderen Injektionstherapie. Auch die Qualität der Studien mit mehreren Hundert RCTs (doppeltverblindeten Vergleichsstudien) und Metaanalysen weltweit ist beeindruckend [1]. Die gesicherte Erkenntnislage ist also sehr viel besser als dies im Allgemeinen von vielen Klinikern wahrgenommen wird.

Jedoch zeigt sich in der Fülle der Studien und Erfahrungsberichte auch die Heterogenität der Wirkung, der verschiedenen Präparate, sowie die Varianz der Indikationen. Leider fehlt in vielen Studien eine genaue Spezifikation der verwendeten PRP-Zubereitung.

Als Summen-Effekte lassen sich mittlerweile jedoch verlässlich positive Effekte bei folgenden Indikationen anhand von gepoolten Daten aus mehreren Reviews anführen[1-3]:

  • Tendinopathien (z.B. Achillodynie, Patellaspitzensyndrom, Fasziitis plantaris und GTPS)
  • Arthrose (v.a. Gonarthrose)
  • Akute Muskel- und Sehnenverletzungen
  • Additiv nach Rotatorenmanschetten- und VKB-Rekonstruktionen

Daraus ergeben sich die gängigen Anwendungsbereiche des ACP, nämlich zum einen die Behandlung chronischer Gelenkarthrosen (v.a. Knie und Hüfte), aber auch z.B. an der Wirbelsäule[4, 5].

Zum anderen die Applikation bei akuten Sportverletzungen wie Band- und Sehnenrupturen. Aber bereits hier zeigt sich, dass das hoch-effektive Verfahren nicht ganz ohne unerwünschte Effekte einhergehen kann. So wurde bei wiederholter Gabe von Leukozyten-reichem PRP bei Muskelverletzungen eine stärkere Vernarbung und gelegentlich sogar Calcificationen beobachtet. Zudem kann auch die sehr früh einsetzende Schmerzfreiheit durch den analgetischen Effekt von PRP zu einer erhöhten Rezidivraten bei unerfahrenen Anwendern führen [6].

Bei frischen Verletzungen von Kollateralbändern an Knie und Sprunggelenk zeigt sowohl die klinische Erfahrung wie auch die Literatur [7, 8] ebenfalls eine sehr hohe Effektivität der ACP-Therapie. Nicht nur die Zeit bis zu einem Return-to-Sport ist verkürzt, auch die Qualität des Regenerats erscheint oft besser, auch wenn dies bislang in Studien noch nicht hinreichend belegt wurde (s. Abbildung 1).

Dabei ist hervorzuheben, dass durch die langsame Heilungstendenz von Sehnen und Syndesmosen auch eine ACP-Therapie noch zu einem späteren Zeitpunkt z.B. nach 3-4 Wochen einen sinnvollen Versuch darstellen kann, um den Heilungsprozess zu stimulieren. Neben einer schnelleren Schmerzfreiheit und tendenziell schnelleren Heilung kann dabei auch die Ausbildung einer stabileren Narbe diskutiert werden, was zu einer geringeren Komplikations- und Versagensrate der konservativen Therapie führen würde.

Wichtig für die Anwendung von ACP ist die möglichst punktgenaue Applikation. Im Gegensatz zu fettlöslichen Präparaten wie Corticosteroide ist die Diffusions-Reichweite des PRP deutlich limitierter und biologische Membranen (Faszien, Sehnenscheiden, Gelenkkapseln etc.) stellen eine klinische relevante Barriere dar. Aus diesem Grund soll hier nochmals auf den Vorteil von ultraschall-gesteuerten Infiltrationen hingewiesen werden. Eine rein Landmarken-gestützte Infiltration sollte bei den meisten Indikationen nur durch sehr erfahrene Anwender erfolgen.

Dr. med. Ralph Doyscher
Facharzt Orthopädie/Unfallchirurgie

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Literatur:

  1. Arora G, Arora S. Platelet-rich plasma-Where do we stand today? A critical narrative review and analysis. Dermatol Ther 2021; 34: e14343. doi:10.1111/dth.14343
  2. Cao Y, Zhu X, Zhou R et al. A narrative review of the research progress and clinical application of platelet-rich plasma. Ann Palliat Med 2021; 10: 4823-4829. doi:10.21037/apm-20-2223
  3. Collins T, Alexander D, Barkatali B. Platelet-rich plasma: a narrative review. EFORT Open Rev 2021; 6: 225-235. doi:10.1302/2058-5241.6.200017
  4. Patel A, Koushik S, Schwartz R et al. Platelet-Rich Plasma in the Treatment of Facet Mediated Low Back Pain: A Comprehensive Review. Orthop Rev (Pavia) 2022; 14: 37076. doi:10.52965/001c.37076
  5. Urits I, Viswanath O, Galasso AC et al. Platelet-Rich Plasma for the Treatment of Low Back Pain: a Comprehensive Review. Curr Pain Headache Rep 2019; 23: 52. doi:10.1007/s11916-019-0797-6
  6. Wright-Carpenter T, Klein P, Schaferhoff P et al. Treatment of muscle injuries by local administration of autologous conditioned serum: a pilot study on sportsmen with muscle strains. Int J Sports Med 2004; 25: 588-593. doi:10.1055/s-2004-821304
  7. Chen X, Jones IA, Park C et al. The Efficacy of Platelet-Rich Plasma on Tendon and Ligament Healing: A Systematic Review and Meta-analysis With Bias Assessment. Am J Sports Med 2018; 46: 2020-2032. doi:10.1177/0363546517743746
  8. Kunze KN, Pakanati JJ, Vadhera AS et al. The Efficacy of Platelet-Rich Plasma for Ligament Injuries: A Systematic Review of Basic Science Literature With Protocol Quality Assessment. Orthop J Sports Med 2022; 10: 23259671211066504. doi:10.1177/23259671211066504

Consulting Trust: Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin und Datenschutz

Consulting Trust ist ein erfahrenes, motiviertes Team, das weiß was es tut, wenn es um den Arbeitsschutz in Unternehmen geht. Dabei liegen neben den rechtlichen Pflichten des Arbeitgebers, vor allem die langfristige Förderung der Gesundheit und Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden im Fokus der Arbeit. Wir handeln im Interesse unserer Kunden und setzen die Arbeitsschutzvorschriften einfach, kostengünstig und lokal für Sie um. Am 24.10.24 ist Consulting Trust am BVOU-Stand des DKOU präsent. 

Das Team übernimmt  die Bestellung des Betriebsarztes, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des externen Datenschutzbeauftragten.

  1. Sicherheitsunterweisung nach DGUV, Erstellung der Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen
  2. Unterstützung bei Datenschutzvorfällen und jährliche Datenschutzaudits
  3. Betriebsärztliche Leistungen wie Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung
  4. Prüfung der orstsveränderlichen Betriebsmittel nach DGUV V3

 

Helmsauer Care Manager® – Die Software zur Abrechnung von Hybrid-DRG

Die Abwicklung von Hybrid-DRG gem. §115f SGB V im Praxisalltag wird durch den  Helmsauer Care Manager® erheblich vereinfacht. Die Software zeigt dem Leistungserbringer mit Unterstützung eines integrierten und zertifizierten DRG-Grouper in wenigen Schritten auf, ob ein Hybrid-DRG-Fall vorliegt und führt Nutzer*innen intuitiv durch die Abrechnungserstellung. Helmsauer Care Manager® sind am 25.10.24 am BVOU-Stand des DKOU direkt vor Ort.

Die von der REBECA health care GmbH (REBECA) entwickelte Abrechnungssoftware Helmsauer Care Manager® ermöglicht es, in Arztpraxen Leistungen gem. der Hybrid-DRG-Verordnung unkompliziert anzubieten und erbrachte Fälle ohne großen Verwaltungsaufwand abzurechnen. Die REBECA hat dafür in die Software einen zertifizierten DRG-Grouper integriert und zur Umsetzung mit dem Abrechnungsdienstleister Helmsauer Gruppe ein elektronisches und datengestütztes Abrechnungsverfahren ausgearbeitet.

Systematik

Das System Helmsauer Care Manager® arbeitet mit einem Zwei-Wege-Modell. Zum einen gibt es eine Erfassungssoftware zur Anlage der durchgeführten Eingriffe nach Hybrid-DRG pro Versicherten. Zum anderen gibt es ein Abrechnungsportal, in das die erfassten Daten zu übermitteln sind, um die Abrechnungen gegenüber den Kostenträgern anzustoßen.
Die Erfassungssoftware ist ein von der Helmsauer Gruppe entwickeltes Programm zur Erfassung und Abrechnung von Hybrid-DRG-Leistungen. Diese Software wird lokal auf allen
benötigten Rechnern installiert, und unterstützt Anwender*innen bei der Abrechnung von Leistungen im Rahmen der speziellen sektorengleichen Vergütung (§115f SGB V).
Die Software stellt dabei zunächst die Einwilligungserklärung für die Versicherten zur Verfügung und bietet nach Auswahl des Leistungsbereichs und der Eingabe von ICD-10 und OPSCode die berechnete Hybrid-DRG zur Erfassung an. Daraufhin kann die entsprechende Leistung abgerechnet und an die Helmsauer Gruppe zur weiteren Verarbeitung übertragen werden.

Das ebenfalls von der Helmsauer Gruppe in Eigenregie entwickelte Abrechnungsportal ist  eine internetbasierte Online-Plattform zur Ein- und Übersicht für die teilnehmenden Ärzt*innen über erbrachte Leistungen, behandelte Patient*innen und erhaltene Auszahlungen im Rahmen der Hybrid-DRG-Abrechnungen.

Das Abrechnungsportal verarbeitet und überprüft die übertragenen Daten aus der Erfassungssoftware. Dazu muss in der Erfassungssoftware eine verschlüsselte Abrechnungsdatei erzeugt werden, die anschließend datenschutzgesichert in das Abrechnungsportal zu übermitteln ist. Die eingespielten Daten aus den Praxen in Kombination mit den hinterlegten Stammdaten jeder einzelnen Praxis und den Stammdaten einer Praxis zugeordneten Patient*innen stellen die Grundlage der Abrechnung gegenüber den Kostenträgern dar.

Prozesse

Der Prozess von der Arzteinschreibung über die Leistungserbringung bis zur Vergütung sieht dabei folgendermaßen aus: Die Beauftragung zur Abrechnung Ihrer Hybrid-DRG-Fälle
erfolgt direkt über die REBECA health care GmbH. Nach der dortigen Erfassung und Verarbeitung aller notwendigen Daten werden die teilnehmenden Ärzt*innen mit allen Unterlagen zur Installation und Nutzung des Helmsauer Care Manager® versorgt.
Sobald der Leistungserbringer die Software auf seinem Rechner installiert hat, kann er mit der Erfassung und Abrechnung der Hybrid-DRGs starten. Anschließend sind diese an REBECA zu übertragen, wo die Aufbereitung der Abrechnungsdaten zur Weiterleitung an die Kostenträger sowie eine Vorfinanzierung (wenn gewünscht) der erbrachten Leistungen erfolgt.

Die Vorteile

Die Vorteile des Helmsauer Care Manager® lassen sich abschließend wie folgt  zusammenfassen:

  • Integrierter zertifizierter DRG-Grouper
  • Schlanke Prozesse durch schnelle Erfassung der Versichertendaten
    sowie der Diagnosen und OPS-Codes zur Generierung der Hybrid-DRG
  • Vor- und nachgelagerte Überprüfung jeder Plausibilität für jede einzelne Leistung
  • Vermeidung von fehlerhaften Abrechnungen
  • Signifikante Reduktion des Bearbeitungsaufwands
  • Sichere Übermittlung der Abrechnungsdaten
  • Übersichtliche Kontrollmöglichkeiten von Abrechnungen und Auszahlungen
  • Attraktive Abrechnungskonditionen für BVOU-Mitglieder (1,25% zzgl. USt. pro abgerechnete Leistung ohne vierzehntägige Vorfinanzierung; 2,45% zzgl. USt. pro abgerechnete Leistung mit vierzehntägiger Vorfinanzierung)

KI trifft Online-Patientenmanagement: Fünf Potentiale für die Orthopädie

Künstliche Intelligenz revolutioniert unseren Alltag – sei es durch intelligente Thermostate zuhause, die den Energieverbrauch auf Basis von Verhaltensmustern automatisiert optimieren, personalisierte Vorschläge beim Online-Shopping oder Sprachassistenten, die jederzeit und auf alles eine Antwort haben. Fragen wie “Hey Siri, wie wird das Wetter morgen?” und “Alexa, setze ‚tanken‘ auf meine To-do-Liste“ vereinfachen tägliche Aufgaben und Entscheidungen. Doch die Potentiale von KI beschränken sich nicht nur auf den privaten Bereich: Auch in orthopädischen Kliniken, MVZs und Arztpraxen sorgen Online-Patientenmanagement und KI für Entlastung im eng getakteten Ablauf. Hier sind fünf Gründe, warum es sich lohnt, die neuesten technologischen Entwicklungen im Blick zu behalten:

  1. Stressfaktor Telefon: Schluss mit Dauerklingeln im Ohr – viele Anrufe wie Rezeptbestellungen oder Nachfragen zu Öffnungszeiten und Terminen lassen sich automatisiert abwickeln. Werden digitale Telefonassistenten direkt mit dem Terminkalender verknüpft, sind zusätzlich zur Online-Terminbuchung sogar verbindliche Terminbuchungen am Telefon möglich, ohne dass Mitarbeitende durch das Telefon bei ihrer aktuellen Aufgabe unterbrochen werden: Patienten buchen über die digitale Sprachbuchung einfach und schnell ihren Wunschtermin. Die Termine erscheinen automatisch und in Echtzeit im Kalender. Durch die Integration der textbasierten künstlichen Intelligenz ChatGPT werden dynamische, natürliche Dialoge mit den Patienten ermöglicht. Die KI kann auch auf komplexe Anfragen reagieren und liefert kontextbezogene Antworten. samedi verfügt über eine entsprechende Integration von beispielsweise CallOne und VITAS.
  2. Patient Empowerment: Durch die Angabe von Patientenstammdaten und Vorabfragen im Rahmen der digitalen Terminbuchung liegen grundlegende Daten bereits vor dem Termin vor. Online-Patientenformulare fragen obligatorische Informationen zur Behandlung (bspw. Anamnese, Datenschutzerklärung) ab, sodass Patienten aktiv einbezogen werden, noch bevor die eigentliche Behandlung beginnt. Gleichzeitig wird die Patientenaufnahme vor Ort von Papierkram entlastet und “False Shows” bspw. von Patienten ohne gültigen Überweisungsschein vermieden.
  3. Effiziente Auslastung: Ein zentraler Terminkalender plant je nach Terminart die erforderlichen Räume, Geräte und Personal in Echtzeit ein und sorgt automatisiert für eine gleichmäßige Auslastung sowohl bezüglich der Terminanzahl als auch deren Art. Automatisierte Terminerinnerungen beugen No-Shows effektiv vor und freie Termine werden mithilfe der digitalen Nachrückerliste schnell und einfach neu vergeben.
  4. Nahtlose OP-Koordination – von der Diagnose bis zur Nachsorge: Operationen sind komplex und erfordern volle Aufmerksamkeit. Dank der OP-Planung von samedi können sich Operateure voll und ganz auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe konzentrieren. Als Teil eines virtuellen Versorgungsnetzwerks organisieren Orthopäden für ihre Patienten eine nahtlose Weiterbehandlung in Partner- oder Belegarztkliniken. Anfragen per Fax und Telefon werden signifikant reduziert und alle behandlungsrelevanten Informationen liegen für Behandler und das Stationspersonal zentral vor. Für ambulante Leistungserbringer besteht zudem die Möglichkeit, über das Patientenportal samedi healthspace noch enger mit umliegenden Krankenhäusern zusammenzuarbeiten.
  5. Patientendaten in sicheren Händen: Mit der richtigen Software müssen sich Orthopäden und Unfallchirurgen beim Einsatz von KI und digitalem Patientenmanagement keine Gedanken um den Schutz sensibler Gesundheitsdaten machen. samedi ist DSGVO-konform, zertifiziert nach ISO 27001 und 9001 und erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards. Durch den Einsatz einer eigens entwickelten, mit europäischem Patent geschützten Verschlüsselungstechnologie wird auch die ärztliche Schweigepflicht nach § 203 StGB zu jeder Zeit eingehalten. Partnerlösungen werden nach höchsten Datenschutzanforderungen ausgewählt.

Diese Beispiele zeigen: Wer neuen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen bleibt, kann auch seinen Arbeitsalltag in der Orthopädie getreu dem Motto “Work smart, not hard” auf ein neues Level bringen. Die automatisierte Steuerung von Terminen und Patientenströmen entlastet Gesundheitsfachkräfte von redundanten Aufgaben, gestaltet Abläufe effizienter und schafft Voraussetzungen für eine bessere Versorgung für alle – sowohl für Patienten als auch für die Leistungserbringer selbst. Smarte Lösungen in der Patientenkommunikation sorgen für ein aktives Patient Empowerment ohne Mehraufwand seitens der MVZs, Praxen und Kliniken. In der Zusammenarbeit erleichtert ein digitales Patientenmanagement den schnellen und sicheren Datenaustausch sowie die Koordination von Behandlungsschritten. Besonders in der Orthopädie, wo oft eine enge Abstimmung zwischen ambulanten und stationären Partnern erforderlich ist, führt dies zu einer besseren Vernetzung und optimierten Therapieabläufen.

Sie wollen mehr erfahren? Am 23.10.2024 stehen Ihnen unsere E-Health-Expertinnen Lindsay Lejsek und Irene Huber auf dem deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie Rede und Antwort. Sie finden samedi am Stand des BVOU in Halle 2.2

Professor Søren Skou von GLA:D® auf dem DKOU 2024: Konservatives Management von Kniearthrose

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Professor Søren Thorgaard Skou, ein führender Experte für die konservative Behandlung von Kniearthrose und Initiator des GLA:D®-Programms am Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2024 in Berlin teilnehmen wird.

Professor Skou verfügt über umfangreiche Forschungserfahrung im Bereich Bewegung zur Behandlung von Arthrose und anderen chronischen Erkrankungen sowie bei Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen. Sein Hauptinteresse besteht darin, die klinische Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen durch evidenzbasierte Behandlungen voranzutreiben, die in enger, interprofessioneller Zusammenarbeit zwischen Patienten, Klinikern und anderen Interessengruppen entwickelt, evaluiert und umgesetzt werden.

Er ist Empfänger eines renommierten ERC Starting Grant der Europäischen Union Research Council und Autor von 349 Publikationen, darunter 248 peer-reviewten Originalpublikationen, von denen mehrere in führenden medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

Am 22. Oktober 2024 wird Professor Skou eine spezifische Session zum Thema „Arthrose in Hüfte und Knie – Übungen und schnelle Operationen – Erfahrungen aus Dänemark“ leiten. In seinem eigenen Vortrag wird er das GLA:D®-Programm (Good Life with osteoArthritis in Denmark) vorstellen, welches in Dänemark entwickelt wurde und sich international als eine wirksame Methode zur nichtoperativen Behandlung von Knie- und Hüftarthrose etabliert hat. Das Programm basiert auf einer Kombination aus gezielten Übungen, Patientenaufklärung und verhaltensbezogenen Ansätzen, die darauf abzielen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Auch in Deutschland wurde das Programm im Jahr 2021 eingeführt. Wir werden als GLA:D®-Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) auf dem DKOU 2024 vertreten sein, um die Verbreitung und Umsetzung dieser evidenzbasierten Behandlungsansätze weiter voranzutreiben. Unsere Teilnahme an diesem Kongress soll den Austausch von Wissen und Erfahrungen fördern und die Versorgung von Arthrosepatienten weiter verbessern.

Wir laden Sie herzlich ein an dieser Session teilzunehmen und mehr über die Möglichkeiten der Arthrosebehandlung zu erfahren. Nutzen Sie die Gelegenheit von Professor Skous umfassenden Erfahrungen und Erkenntnissen zu profitieren und mit anderen Fachleuten der Orthopädie und Unfallchirurgie in den Dialog zu treten.

Der Vortrag zu „Knee Osteoarthritis – first line treatment and GLA:D“ von Søren T. Skou findet innerhalb der Session „IN12  Hip and Knee Osteoarthritis – Exercise and Fast Track Surgery – Lessons learned in Denmark“ am Di. 22.10.2024 von 12:00 – 13:00 im Saal London 1 statt.

Das GLA:D®  Deutschland Team steht Ihnen ebenfalls am Dienstag, 22.10.2024 von 09.00 – 17.00 Uhr am Stand des BVOU für Fragen und Informationen rund um das GLA:D®  Konzept zur Verfügung.

Wir freuen uns auf einen informativen Austausch!!

Perspektive DVT – „Entdecken Sie das breite Indikationsspektrum in der Extremitätendiagnostik“

Die SCS Bildgebung bietet Ihnen einen vielfältigen Einsatz in der konservativen und operativen Orthopädie. Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus den zahlreichen allgemeinen Indikationsstellungen.

Welche Indikationen umfasst das Spektrum der SCS Bildgebung?

Arthrose, freie Gelenkkörper, Stellung der Gelenkpartner, Gelenkstabilität, Impingement (belastet und unbelastet), Frakturen, Pseudarthrosen, knöcherne Konsolidierung, Intra ossäre Knochenstruktur (bspw. Zysten, Stress Shielding, etc.), knöcherne Kapsel-Band-Läsionen, Bandverletzungen (mit intraartikulärer Kontrastmittelgabe), prä- und postoperative Planung (bspw. einzeitig/zweizeitig), Lagekontrolle von Implantaten, Lockerungs- und Grenzflächendiagnostik.

Indikationen in den Bereichen Hand, Handgelenk & Finger, bspw.:

  • Handgelenkinstabilitäten (DISI/PISI/SL-Band-Läsion)
  • Usuren
  • Rheuma Frühdiagnostik
  • Früharthritis

Indikationen im Bereich Ellenbogen, bspw.:

  • M. Panner
  • Osteophyten
  • Radiusköpfchenfraktur
  • Osteochondrale Läsion

Indikationen im Bereich des Knies, bspws.:

  • Bohrkanalposition und -vermessung
  • Knorpelusuren (submillimeter; mit intraartikulärer Kontrastmittelgabe)
  • Osteochondrale Läsion
  • Post-LCA-Operation

Indikationen im Bereich des Sprunggelenks und Fußes, bspw.:

  • Früharthritis
  • Luxation
  • Flake-Fraktur
  • Knöcherne Konsolidierung der Zystenauffüllung
  • Rückfußstatik
  • Osteochondrale Läsion

„Mit dem H22 können wir den ganzen Bereich der Extremitäten und durch das ,Head & Neck‘ Kit auch den Kopf bzw. HWS (bis C6) abbilden. Die Weight-Bearing Funktion erlaubt uns außerdem die Aufnahme unter natürlicher Körperbelastung.“

Prof. Ingmar Ipach • Orthopädie Straubing